Klassenbewusste Frauenspersonen

Wir erzählen die Geschichte der proletarischen Frauen- und Streikbewegung in Nürnberg. Trotz Verboten, Überwachung und Repression organisierten sich Arbeiterinnen und kämpften für Gleichheit, Gerechtigkeit und gegen kapitalistische Ausbeutung in einer patriarchalen Gesellschaft.

In Deutschland waren Frauen bis 1908 so recht­los, dass sie nicht einmal an politischen Versammlun­gen teilnehmen durf­ten. Arbeiterinnen waren von Überwachung und Strafen bedroht, wollten sie sich als Sozialistinnen organisieren. Bei Streiks sahen sie sich nicht selten Gen­darmen ge­gen­über, die mit Sä­beln und Schuss­waf­fen aus­ge­rüs­tet waren – und diese natürlich auch ein­setzten. So geschehen z.B. 1906 an der Regensburger Straße in Nürnberg, wie in unserem Beitrag zu hören. Dennoch ließen sich Nürnberger Arbeiterinnen nicht einschüchtern.

Bildstrecke

    Arbeiterinnen in der Textilindustrie

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    Arbeiterinnen einer Textilfabrik um 1900 in Neuengland

    MAN Fabrikeingang

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    Eingang der vereinigten Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft Nürnberg ca. 1914

Quellen

  • Der O-Ton von Bertha Backhoff ist einem Interview entnommen, das das Zentrum Industriekultur in den 1980er Jahren mit ihr führte.
  • Die Arbeitermarsellaise am Anfang des Beitrags, gesungen von unbekannten Interpreten, ist eine Originalaufnahme von ca. 1909.

Danksagung

Sprecherinnen:

  • Jutta Klawuhn
  • Hilja Ilter
  • Matthias Egersdörfer
  • Chris Bellaj

Musik von:

  • Scott Holmes
  • Blue Dot Sessions
  • Chad Crouch
  • Eddy
  • David Czesztay