„Aber wir haben ihnen doch Straßen gebaut!“ lautet der Titel eines Buches des Historikers Francesco Filippi. Es handelt vom italienischen Kolonialismus, vom Terror, von Lügen und vom Vergessen. Eine Buchbesprechung.
Ähnlich wie in Deutschland, wird auch in Italien die faschistische Ära wie ein Ausrutscher behandelt, anstatt als Kontinuität der Politiken, die von den Eliten verfolgt wurden.
Das gilt auch für die Frage des Kolonialismus. Die angebliche Notwendigkeit, die verlorenen Kolonien zurückzugewinnen, wurde in der Weimarer Republik nur von einer radikalen linken Minderheit bestritten. Darauf konnten die Nationalsozialisten bauen.
Dass auch die italienischen Faschisten die grausame und blutige Kolonialpolitik Italiens nicht erfunden haben, sondern nur konsequent fortsetzten, rückt ein Buch des Historikers Francesco Filippi in den Mittelpunkt. „Aber wir haben ihnen doch Straßen gebaut!“, so der Titel. Es handelt vom Terror, von Lügen und vom Vergessen.
Der Verlag Edition AV hat das Buch auf deutsch herausgebracht. Nadja Bennewitz war bei der Präsentation des Buches von Francesco Filippi auf der Linken Literaturmesse in Nürnberg mit dabei und sprach mit Winfried Roth, der es ins Deutsche übersetzte.
Das italienische Kolonialreich: Terror, Lügen und Vergessen
übersetzt von Winfried Roth
ISBN 978-3-86841-313-7
207 Seiten | 18 €
Das italienische Kolonialreich: Terror, Lügen und Vergessen, Edition AV
Lumpenkolonialismus Made in Italy von Leon Wystrychowski
https://kritisch-lesen.de/rezension/lumpenkolonialismus-made-in-italy
Trüffelschweine der Bücherszene - die Linke Literaturmesse in Nürnberg
Mit Musik von: