Carlo Abbamagal - ein Afrikaner in der italienischen Resistenza

Carlo Abbamagal beteiligte sich neben anderen Äthiopiern am Kampf gegen den Faschismus in der italienischen Resistenza. Die Zwischenfälle zeichnen seine Geschichte nach.

Die italienische Resistenza war vielfältig. Es kämpften dort Frauen und Männer verschiedenster Schichten, aber auch unterschiedlicher Herkunft. Wenig bekannt ist, dass sich den Partisanen auch Menschen aus Afrika angeschlossen haben. In unserem Beitrag aus der historischen Reihe „Zwischenfälle“ wird heute die Geschichte einer Gruppe nach Italien verschleppter Äthiopier erzählt, die sich befreien konnten und sich einem Partisanen-Bataillon in den Marken anschlossen. Einer von ihnen: Carlo Abbamagal. Er schloss sich der Banda Roti an, eine der ersten Partisanen-Formationen Italiens, die an den Hängen des Monte San Vicino, in der Provinz Macerata gegen die Faschisten kämpften.

Bildstrecke

    Gruppo Roti

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    Der Historiker Igino Colonelli präsentiert historisch wertvolles Fotomaterial. In der Banda Roti kämpften Italiener, Engländer, Slawen und Afrikaner gemeinsam.

    By Dieter Binz

    Carlo Abbamagals Grab in San Severino

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    Inschrift: "Carlo Abbamagal, geb. in Addis Abeba, gestorben auf dem Monte San Vicino am 24. November 1943, äthiopischer Partisan im Bataillon Mario von San Severino.
    Zusammen mit anderen Frauen und Männern, die aus der ganzen Welt kamen ist er für die Freiheit von Italien und Europas gestorben"

    By Dieter Binz

    Monte San Vicino

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    Vom Monte San Vicino bei Matelica aus operierte die Partisanenformationen Banda Roti.

    By Dieter Binz

Quellen

Danksagung

SprecherInnen: Nadja Bennewitz, Michael Liebler, Martina Fries, Ingrid Artus, Philip Cichon u.a,

Musik von: David Szesztay, Art Of Escapism, Ask Again, David Hilowitz, Doctor Turtle, Jahzzar