1795 bis 1847: Auf Krawall gebürstet

1795 bis 1847: Krawall, Hungerrevolte, Streik, Prekarität, Frauenmilitanz, Pöbel auf den Straßen, die Junirevolution, Facebook im Vormärz. 2017: Unruhen in Hamburg, Tumult beim Abschiebeversuch an der Berufsschule. Spazierengehen, Kaffeetrinken und plaudern mit der Zwischenfälle-Crew.

1830 hängen in Nürnberg immer wieder Zettel an der Stadtmauer. Es wird zum Aufruhr aufgerufen. Mit "Mord und Brandt" wird gedroht, sollten Gewalt und Zwang nicht enden. 200 seien schon bewaffnet, heißt es. Die aufrührerischen Anschläge sind Ausgangspunkt für Nadja Bennewitz, Michael und Tim Liebler sich auf die Spurensuche zu machen.

Was waren die Hintergründe für zahlreiche Unruhen in der Zeit des Vormärz? Gab es wirklich eine "Eyerkuchenrevolution" in Nürnberg? Welche Rolle spielten Frauen bei "militanten Aktionen"? Und was ist von Berufsschülern zu halten, die mit Gewalt eine Abschiebung verhindern wollen?

Herzlich willkommen zum Gespräch über diese Fragen und zum Ausflug in die Nürnberger Altstadt.

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Quellen

  • Dokumente zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Nürnberg,. Bd. 14 Band I/II: 1830-1890, bearb. von Udo Winkel, 2001
  • Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland - Von den Anfängen bis 1914 (Ralf Hoffrogge)
  • Maschinensturm in Eupen: http://www.grenzgeschichte.eu/

Danksagung

SprecherInnen: Ingrid Artus, Ute Heine
Sounds: The Runner (David Szesztay), Backyard (David Szesztay)